Rezension: Die Nanny

Titel: Die Nanny
Autorin: Gilly Macmillan
Verlag: blanvalet
Erschienen: 07/2020
*Rezensionsexemplar

 

Darum geht’s:

„Sie ist die Tote im See. Sie ist die Frau an der Tür. Sie ist das Kindermädchen!

Die siebenjährige Jo wächst im Luxus auf, doch Wärme und Zuneigung erfährt sie nur von ihrer geliebten Nanny Hannah. Als die eines Nachts ohne jede Erklärung verschwindet, bricht für das Mädchen eine Welt zusammen. Dreißig Jahre später kehrt Jo nach England in das Anwesen ihrer Kindheit am See zurück. Die Beziehung zu ihrer Mutter ist noch immer geprägt von Vorwürfen und Ablehnung, und so ist Jo überglücklich, als eine ältere Dame auftaucht und sich als Hannah, Jos ehemalige Nanny, vorstellt. Doch Jos Mutter ist misstrauisch. Denn sie weiß – Hannah ist tot, seit der Nacht vor über dreißig Jahren. Wem soll Jo glauben? Ihrer Mutter oder der Frau, die damals das einzig Guten in ihrem Leben war? Und will Jo die Wahrheit überhaupt wissen? Denn die tut manchmal so weh, dass man lieber mit einer Lüge leben würde …“ (blanvalet)

 

Meine Meinung:

Mit „Die Nanny“ wollte ich mich mal an ein Buch ranwagen, dass eher den Krimis oder Thrillern zugeordnet werden könnten. Genau das habe ich auch bekommen. Aus den Sichtweisen von verschiedenen Personen werden die Geschehnisse rund um einen grausigen Fund auf dem Familienanwesen der Holts erzählt. Eine dieser Sichtweisen ist Linda, von der ich eine ganze Zeit lang einfach keine Ahnung hatte, wer das sein sollte und verzweifelt mehr wissen wollte, alleine dadurch hält sich hier die Spannung sehr gut.

Tatsächlich hätte ich gedacht, dass sich so auf der Hälfte des Buches das meiste aufklären und damit die Spannung absacken würde. Das ist aber nicht der Fall und die Spannung hält sich tatsächlich bis zum Schluss.

Interessant und manchmal aufreibend zu lesen war auf jeden Fall die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung. Man kann für niemanden Partei ergreifen, weil beide Sicht- und Handlungsweisen sehr nachzuvollziehen sind.

Der bildhafte Schreibstil sorgt dafür, dass man sich das riesige alte Anwesen, aber auch die Charaktere und die Szenen wunderbar vor Augen führen kann.

Das Buch hat mich insgesamt zwar nicht komplett umgehauen, aber ich finde vor allem für Thriller/Krimi Anfänger wie mich, ein wirklich gutes und spannendes Buch.

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