Rezension: The One

*Rezensionsexemplar

Titel: The One – Finde dein perfektes Match
Autor: John Marrs
Verlag: Heyne
Erschienen: 11/2019

Wenn es einen Test gäbe, der dir mit genetischer Sicherheit deinen Seelenverwandten nennt, würdest du ihn machen? Was wenn jemand anderes als dein jetziger Partner dein Match wäre, könntest du der Versuchung widerstehen oder würdest du alles stehen und liegen lassen? Wie weit also würdest du gehen, um den Einen zu finden?

John Marrs stellt in seinem Roman faszinierende und spannende Fragen, die vielleicht gar nicht so einfach sind für einen selbst zu beantworten.

Match Your DNA hat das Leben von Millionen von Menschen auf den Kopf gestellt. Wissenschaftler entdeckten das Match Gen, mit dem jeder Mensch durch eine simple einzuschickende Speichelprobe seinen Seelenverwandten finden kann. Wir begleiten fünf von ihnen auf der Suche nach ihrem Glück. Doch bei dieser Suche hält das Schicksal für die fünf noch so einige Überraschungen bereit. Manche gut, manche schlecht und manche noch schlimmer…

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich so extrem fasziniert. Auf wirklich geschickte Weise hinterfragt es das Verlangen unserer Gesellschaft immer nach etwas besserem zu streben, egal ob Job, Freunde oder in der Liebe.

„Wie schnell wir bereit sind, jeden Menschen und alles, was uns lieb ist, aufzugeben, nur auf den Verdacht hin, dass irgendwo anders etwas Besseres auf uns wartet.“

Immer wieder habe ich mir die Frage gestellt, ob ich, trotz dessen, dass ich in einer sehr glücklichen, langjährigen Beziehung bin, solch einen Test zu machen. Würde ich das Risiko eingehen zu wissen, dass mein Freund am Ende genetisch gesehen gar nicht mein Seelenverwandter ist? Könnte ich ohne die Gewissheit leben? Auch nach dem Buch weiß ich es nicht, aber zum Glück ist diese Gen-Test Sache doch noch Zukunftsmusik. Aber spannend ist es allemal, darüber nachzudenken, wie sich unsere Gesellschaft durch so einen Test verändern könnte.

Anders als das Cover mit dem pinken Fingerabdruck und dem pinken Buchschnitt erahnen ließe, handelt es sich hier definitiv nicht um einen Liebes- / oder Frauenroman. Das Buch hat schon eher dystopische und Thriller Züge. Besonders zum Ende hin, als sich mehrere Dinge zuspitzen und so einiges ans Tageslicht kommt. Tatsächlich habe ich bis auf eine Ausnahme mit keiner der anderen Wendungen bei den verschiedenen Charakteren gerechnet und war bei einigen regelrecht geflashed.

Zu Beginn fiel es mir ein wenig schwer, mit den vielen Sichtweisen und Personen klar zu kommen. Das legte sich aber nachdem ich 2-3 Kapitel zu jeder Person gelesen hatte. Ab einem viertel des Buches wollte ich nur noch so schnell wie möglich alles erfahren und wusste gar nicht, wessen Geschichte mich am meisten interessierte.

Ich würde ja so gerne ins Detail gehen, möchte aber nicht spoilern…

Die Kapitel sind vergleichsweise wahnsinnig kurz, was es unterwegs für mich als Kapitelleser sehr angenehm und zugleich unglaublich spannend machte. Die kurzen Kapitel machen auf wenigen Seiten total neugierig wie es weitergeht und schon steht die nächste Person in den Startlöchern und dann die nächste, sodass ich am liebsten durch das Buch gerannt wäre. Die zumeist am Ende eines jeden Kapitels kleineren und größeren Cliffhanger tun das Übrige.

Definitiv ein Buch, das ich euch wärmstens und mit voller Begeisterung empfehlen kann! John Marrs‘ The One landet auch auf jeden Fall auf der Bestenliste 2019!

Mega News:

Netflix wird das Buch als Serie mit 10 Episoden verfilmen. Wann ist noch nicht bekannt – aber definitiv landet die Serie auf meiner Liste.

 

2 thoughts on “Rezension: The One

  1. Argh! Ich stecke mitten im Buchkaufverbot, und jetzt will ich unbedingt dieses Buch haben. Mal davon abgesehen, wie wunderschön dieses Buch ist (weiß und pink, UND pinker Buchschnitt?!), klingt die Story so unfassbar genial! Ich bin auch schon seit mehreren Jahren mit meinem Freund zusammen, und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ich den Test machen würde – die Gewissheit, dass mein Freund vielleicht nicht mein „Match“ ist, fände ich unerträglich. Allerdings hätte ich dann vielleicht einen Partner an meiner Seite, der mich noch mehr ergänzt. Eine schwierige Frage. Als Single würde ich den Test vermutlich machen..

    1. Ja es ist wirklich unglaublich schön, wenn auch schwierig zu fotografieren, da der Text und der Hintergrund die gleiche Farbe haben. Genau deswegen finde ich es auch extrem schwierig eine 100%ige Antwort darauf zu geben. Könnte ich wirklich der Neugier widerstehen? Und was ist wenn mir das Ergebnis nicht gefällt? Ich bin wirklich fasziniert von dem Buch und den ganzen Wendungen die es beinhaltet. Bitte hole es dir nach(!) deinem Buchkaufverbot. Wär neugierig, wie du dann darüber denkst 😉

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