Rezension: Verliebt in deine schönsten Seiten

Titel: Verliebt in deine schönsten Seiten (Original: „Beach Read“)
Autorin: Emily Henry
Verlag: Knaur
Erschienen: 04/2020

Darum geht’s:

„Wie schreibt man einen Liebesroman, wenn die eigene Beziehung gerade in die Brüche gegangen ist?
In einem idyllisch gelegenen Strandhaus hofft die New Yorker Romance-Autorin January, ihre Schreibblockade zu überwinden, denn der Abgabetermin für ihren neuesten Liebesroman rückt unerbittlich näher. Gleich am ersten Abend beobachtet January eine wilde Party bei ihrem Nachbarn – der sich ausgerechnet als der arrogante Gus herausstellt, mit dem sie vor Jahren einen Schreibkurs besucht hat. Als January erfährt, dass Gus ebenfalls in einer veritablen Schreibkrise steckt, seit er sich vorgenommen hat, den nächsten großen amerikanischen Roman zu verfassen, hat sie eine ebenso verzweifelte wie geniale Idee: Sie schreiben einfach das Buch des jeweils anderen weiter! Ein Experiment mit erstaunlichen Folgen …“

 

Meine Meinung:

Was mich an diesem Buch zuerst angesprochen hat? Das Cover, vor allem das Originalcover. Die Originalausgabe war nur nicht zu kriegen, aber ich wollte es unbedingt ganz bald lesen, also habe ich mit der deutschen Ausgabe vorlieb genommen. Und ein Glück. Mittlerweile liebe ich das Cover und auch der Titel passt meiner Ansicht nach so viel besser zum Buch.

Bei „Beach Read“, dem Originaltitel, hatte ich beim Buch mit jeder Menge Sommerfeeling und Strandromantik gerechnet. Viel davon gab es jedoch nicht in der Geschichte. Ich hatte mit einem leichten, sommerlichen Liebesroman gerechnet. Was meine Erwartung angeht, hatte das nur nicht ganz so gepasst. Im Nachhinein aber kein Minuspunkt in meinen Augen, eher Pluspunkte für Knaur.

Meinen einzigen Minuspunkt bekommt leider die Sprache an manchen Stellen. Normalerweise kann ich über Rechtschreibfehler und co. sehr großzügig wegsehen. Doch hier war es bereits nach einigen Seiten sehr auffällig wie oft einfach im Satz ein ganzes Wort fehlte. Mit den Dialogen hatte ich manchmal so meine Probleme. Entweder haut die Übersetzung nicht ganz so hin oder das Original ist auch so verwirrend geschrieben. Das kann ich an dieser Stelle, ohne das Original zu kennen, nicht beurteilen, aber es ist mir eben aufgefallen.

Die Geschichte an sich hat mir wirklich gut gefallen. Die Idee, dass zwei Autoren, sie Romance-Autorin und er gefeierter Literat, der ernste und tiefgründige Romane schreibt. Wenn man sich ein bisschen in den Genres auskennt, weiß man, dass es alleine deshalb wohl schon zu so einigen Reibungspunkten kommen wird. Und genau das ist dann auch der Fall. Auch wenn ich den Dialogen manchmal nicht so ganz folgen konnte, war es großartig, den Schlagabtausch der beiden über Literatur zu lesen. Hier hat sich die Autorin Emily Henry meiner Ansicht nach wirklich gut mit den unterschiedlichen Genres und eben auch deren Vorurteilen etc. auseinandergesetzt.

Auch die Einblicke in Gus‘ und January’s Schreibroutine fand ich sehr faszinierend. Hier werden endlich mal Autoren skizziert, die auch wirklich mal im Laufe des Romans schreiben. Oft wird es nur kurz am Rand erwähnt, wenn die Protagonisten Autoren sind.

Dass die beiden dann auch noch in einen Wettstreit treten und versuchen ein Buch im Genre des jeweils anderen zu schreiben fand ich super witzig und sehr gut gelungen. Vor allem January’s Bemühungen ein höchst literarisches Werk zu schaffen fand ich genial. Hier geht Emily Henry so gut ins Detail, dass ich richtig Lust hätte auf das Buch von January’s. Fast schon ein Buch in einem Buch.

Insgesamt einfach eine spannende Geschichte über Literatur, das Schreiben und die Liebe mit witzigen Dialogen, glaubhaften Charakteren und der richtigen Stimmung für einen Sommerroman.

Ein Buch für Bücher-Fans!

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