Rezension: Siren von Kiera Cass

Ich bin wahrscheinlich nicht die Einzige, die Kiera Cass‘ Selection Reihe abgöttisch liebt. Gerade deshalb war ich auch etwas nervös was Siren angeht. Kann es wirklich so gut sein wie Selection? Oder schlimmer, ist es womöglich nur ein Abklatsch davon und klingt genau gleich, nur eben mit Sirenen? Fragen über Fragen. Lest weiter, wenn ihr erfahren wollt, ob ich Siren auf den selben Thron wie Selection heben möchte.

Titel: Siren
Autorin: Kiera Cass
Verlag: HarperTeen (Imprint von HarperCollins)
Erschienen: 2016 (Reprint 05/2017)

Zum Inhalt:

Die 19jährige Kahlen steht während des Untergangs des Schiffes, bei dem ihre Familie ums Leben kommt, vor der Entscheidung, ob sie ebenfalls untergehen soll oder ob sie fortan ein Leben im Dienst des Ozeans führen soll. Kahlen wählt den Ozean und wird zur unsterblichen Sirene. Mit ihrer Stimme bringt sie die nächsten Jahrzehnte Menschen dazu, sich dem Meer zu opfern.

Kahlen ist schon 80 Jahre eine Sirene, sie hat nicht mehr lange, ehe der Ozean sie freigeben wird und sie wieder ein Mensch wird. Während die Sirenen unter den Menschen sind, ist es ihnen verboten zu sprechen, denn ihre Stimmen bringen jedem den Tod der sie hört. Doch dann trifft Kahlen auf den nerdigen Akinli, der sie in ein Gespräch verwickeln will und nicht lockerlässt. Sofort scheinen beide eine Verbindung zu haben, die Kahlen immer wieder mehr an ihrem Sirenendasein zweifeln lässt. Und dann hängt plötzlich das Leben von Akinli am seidenen Faden. Kahlens gleich mit.

Siren Buch im Sand

 

Meine Meinung:

Hach, ich weiß eigentlich gar nicht so recht was ich sagen soll. Kiera Cass hat mir mit Siren eindeutig bewiesen, dass sie nicht nur Prinzessinnen kann und es nicht nur eine Eintagsfliege mit Selection war. Oh Gott denn ihr glaubt ja gar nicht, wie sehr ich Selection verschlungen habe und liebe!

Deswegen hatte ich tatsächlich aber auch viel Angst vor Siren. Ich habe nachdem ich eine Reihe oder ein Buch eines Autors/einer Autorin geliebt habe, immer die Befürchtung, dass es mir eine Geschichte nicht so zusagen würde. Denn es könne ja nicht so gut werden wie das vorherige Werk. Ich weiß, ich weiß…eine eigentlich total unbegründete Angst, aber so ist das bei mir manchmal eben. Keine Ahnung, ob es jemanden unter euch gibt, dem es auch so geht, aber dieses Gefühl hatte ich vor dem Lesen dieses Buch mal wieder.

Doch schon nach den ersten Seiten von Siren, wurde ich eines Besseren belehrt. Das Buch hatte alles, was ich in diesem Moment wollte. Beginnen wir mit meinem Favourite, der Liebesgeschichte. Zunächst empfand ich es ein wenig merkwürdig, dass Akinli so viel Interesse an Kahlen hatte, obwohl sie ihm nicht mal antworten kann. Gerade heutzutage ist das Thema Kommunikation so ein wichtiger Punkt, vor allem in einer Beziehung oder zumindest zwischen zwei Menschen, die sich nahestehen. Reden, über alles, ist so essentiell in Zeiten, in denen man doch wirklich kaum noch in der realen Welt mit einander spricht. Genau darum geht es aber schlussendlich auch: Akinli und Kahlen verstehen sich auf Anhieb und das eben ohne Worte. Sie scheinen für einander geschaffen zu sein. Und eben diese Liebe scheint sich allem zu widersetzen.

Neben der emotionalen Liebesgeschichte geht es aber auch um Freundschaft, das besitzergreifende Verhalten des Ozeans und die Frage nach dem eigenen Sinn (wenn man denn genauer darüber nachdenkt, wie Kahlen über sich als Sirene denkt).

An manchen Stellen konnte ich die Handlungen von Kahlen nicht ganz nachvollziehen, besonders am Anfang. Doch das legte sich mit den Kapiteln.

Mein Fazit ist, dass Siren nicht an Selection rankommt. Für mich war das Buch von der Story her nicht das aufregendste oder actionreichste, da hätte ich tatsächlich vielleicht ein bisschen mehr erwartet. Aber das ist nur mein Empfinden. Ich muss zusammenfassend sagen, dass es ein super stimmungsvoller, romantischer und lesenswerter Roman ist. Ein bisschen erinnert es mich an Nicholas Sparks Romane, nur eben mit tödlichen Sirenen und einem sprechenden Ozean.

 

Wenn ihr mehr über Meerjungfrauen und Sirenen lesen möchtet, schaut doch bei meinen Beiträgern zur Mermaid Week vorbei: Hier geht’s lang.

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