Rezension Das Uhrwerk der Unsterblichen

Titel: Das Uhrwerk der Unsterblichen
Autor: Alexander Kopainski
Verlag: Drachenmond Verlag
Erschienen: Januar 2019

„Der letzte Sekundenschlag deiner Taschenuhr markiert den Zeitpunkt, ab dem du unsterblich bist.“
Auf Uhrwerk der Unsterblichen habe ich mich echt lange gefreut, denn ich liebe es einfach Debütromane zu lesen. Für mich ist es spannend eine Geschichte von jemandem zu lesen, für den es das erste Mal ist einen Roman zu schreiben. Gerade deshalb, weil Alexander Kopainski kein Fremder in der Bücherwelt ist & dieses Cover einfach so himmlisch ist, waren meine Erwartungen vielleicht höher als sonst.

Klappentext:

Averys Alterungsprozess wurde für immer eingefroren, als seine Uhr wie bei allen Unsterblichen aufgehört hat zu ticken. Heute führt er ein zurückgezogenes Leben in Paris, fern des Übernatürlichen. Einzig die stillstehenden Zeiger erinnern ihn daran, dass er magische Kräfte besitzt. Als die menschliche Giulia seine Identität aufdeckt und kurz darauf ein unerklärlicher Mord die Menschenwelt in Aufruhr versetzt, schließt er sich notgedrungen mit ihr zusammen, um den Täter zu finden. Doch trotz seiner Kräfte birgt die Suche nach dem Mörder unüberwindbare Gefahren, die die magischen Gesetze einzureißen drohen.

Uhrwerk

Meine Meinung:

In letzter Zeit habe ich eher weniger Fantasy/Urban Fantasy Bücher gelesen, weshalb ich mich auf die Geschichte rund ums Thema Unsterblichkeit & Freundschaft sehr freute. Mir gefiel vor allem an der Story, dass es sich bei den beiden Protas ausnahmsweise mal nicht um zwei Liebende handelt, sondern um zwei beste Freunde. Für mich sehr erfrischend. Jedoch haperte es für mich als Leser hier ein wenig an der Umsetzung. Zuvor kannten sich die beiden eigentlich kaum, dann wird irgendwann plötzlich behauptet, dass beide beste Freunde sind. Für mich gehört ein wenig mehr zu bester Freundschaft als den Mörder einer weiteren Kollegin zu suchen, aber gut. Insgesamt muss ich leider auch gestehen, dass das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Der mitunter gewählte Schreibstil zeigt, dass sich der Autor wirklich viele Gedanken gemacht hat. Vielleicht aber eben zu viel. Alles wird bis ins kleinste Detail beschrieben. So viel, dass es zwischendurch ein wenig langatmig wurde & ich nur wollte, dass man mit der Story weiterkommt. Gefühlt wurde zu jedem Adjektiv noch ein weiteres beschreibendes hinzugefügt. Das machte es besonders am Anfang echt schwer bei der Sache zu bleiben.

Was die Story an sich angeht, flachte meine Euphorie zum Ende leider immer mehr ab: Ich will nicht spoilern, daher kann ich leider auch nicht alles so begründen. Aber mir fehlten bis zu den letzten Seiten & auch nach Beenden des Buches einfach noch mehrere Details. Es sind noch offene Fragen übrig & es gibt weitere Löcher, die sogar eine Fortsetzung rechtfertigen könnten. Aber ich meine bereits gelesen zu haben, dass es keine geben soll. Daher finde ich es schade, dass dann anscheinend nicht alles so durchdacht war.

Das klingt alles nicht sehr positiv, dennoch muss ich aber auch sagen, dass es ein gelungener Debütroman ist. Die Story an sich ist wirklich interessant & mal etwas anderes. Für mich persönlich haperte es eben nur ein bisschen an der Umsetzung. Meine Erwartungen waren wahrscheinlich auch einfach zu hoch & das macht mich selber schon fast traurig.

 

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