Was eine Messe…

Mein Bericht zur Frankfurter Buchmesse 2019

 

Nachdem ich bereits mehrmals sowohl auf der LBM als auch der FBM war, hat diese wirklich alles übertroffen. Von meinen tollen Mädels, mit denen ich unterwegs war, über die tollen Menschen denen ich endlich persönlich begegnen konnte bis hin zu einer Unmenge an großartigen Büchern.

Aber beginnen wir von vorne.

Nachdem ich mich für diese Messe zum allerersten Mal
als Bloggerin akkreditieren durfte, ging es bereits am Dienstag mit dem Zug von Berlin

nach Frankfurt. Für die Zugfahrt hatte ich mir so einiges vorgenommen, schließlich sollten es vier Stunden werden. Im Endeffekt waren es sogar viereinhalb Stunden (Bahn halt) und ich habe bis auf eine Folge Chesepeake Shore (1. Folge) und zwei Kapitel von Awakening nur geschafft, die ganze Zeit aus dem Fenster zu starren. In Berlin ist alles eben bekannt, grau, flach. Aber desto näher ich Frankfurt kam, umso hügeliger und bunter wurde die Landschaft. Mit toller Musik auf den Ohren, blieb mir nichts anderes übrig als die Aussicht zu genießen.

Nach einer kurzen Wartezeit am Frankfurter Hauptbahnhof, wurde ich endlich mit meinen Mädels Bekks und Rachael wiedervereint, die ich seit der LBM im März kenne. Nachdem ich, u.a. aufgrund der letzten Messe ein bisschen Bedenken hatte, wieder in einer Gruppe die Messe zu erkunden, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Ich hatte das Gefühl, mit den beiden genau auf einer Wellenlänge zu liegen. Wir wollten alle die Messe ganz entspannt und locker genießen. Und es wurde sogar noch besser! Jetzt nach der Messe, vermisse ich die zwei so sehr!

Folgt den beiden auf jeden Fall überall wo es geht:

@buchauf.weltaus

@j.r.books

Ein Grund, weshalb vielleicht auch alles so glatt lief, war die Tatsache, dass wir alle eigentlich keine festen Termine hatten, wo wir unbedingt hin wollten. Wir hatten uns ein paar Veranstaltungen in der FBM App rausgesucht, die uns interessieren könnten und haben dann aber jeweils spontan auf der Messe entschieden. Ganz oft sind wir zusammen zu einem Stand, mal getrennt.

Spulen wir aber nochmal zurück zum ersten Tag. Unser Hotel liegt auf der Karte recht zentral. Mit dem Auto, dass wir nicht hatten, bräuchte man nur 13 Minuten zur Messe. Zu Fuß dann mal schnell 1 1/2 Stunden… Besonders abends mussten wir feststellen, dass wir in einer Gegend untergekommen sind, wo ab 21 Uhr kaum bis keine Busse fahren. Für mich als Berlinerin, wo selbst am Stadtrand aufm Dorf um die Uhrzeit öfter noch ein Bus kommt, etwas schockierend. Das hätte ich von Frankfurt so nicht gedacht und fiel mir die letzten Jahre anscheinend nie auf. Aber Frankfurt scheint eben eher eine Autostadt zu sein.

mit Rachael Bekks

Unser Hotel war das B&B Niederrad und ich kann es jedem empfehlen. Bis auf fehlendem Wasserdruck der Dusche war alles top. Es war sauber, die Betten bequem und wir hatten für uns drei ausreichend Platz. Das Frühstück kann ich nicht beurteilen, da wir uns immer unterwegs zur Messe etwas geholt haben und damit meist viel günstiger kamen. Der Preis insgesamt für das Familienzimmer und die Anzahl an Nächten war mit ca. 190€ pro Person völlig okay. Für das nächste Mal überlegen wir dann jedoch das B&B in der Nähe der Messe zu buchen, um einfach noch flexibler zu sein.

In Frankfurt war ich bisher immer nur am Wochenende auf der Messe und kann jetzt sagen, mache ich nie wieder. Der Unterschied zu den Fachbesuchertagen ist einfach so immens. Was das Messefeeling und den Entspanntheitsgrad angeht, war Mittwoch definitiv der beste Tag. Man konnte ohne Probleme durch die Gänge streifen, sich in Ruhe und ohne viele Menschen sich die Stände ansehen.

Gleich zu Beginn hielten wir am Thalia Stand und machten ein so zauberhaftes Bild.

Nach dann bereits nicht mal einer Stunde, kam es zum ersten Buchkauf meinerseits, obwohl ich mir wirklich fest vorgenommen hatte kein einziges Buch zu kaufen. Und was soll ich sagen, es war nicht nur eins. Es ist gleich der ganze Schuber von Andreas Suchaneks Erbe der Macht Reihe. Die Bücher gab es zuvor nur als E-Books und ich hatte schon etliche Male Werbung dazu gesehen. Jetzt in Taschenbuchformat und mit den Wahnsinns Covern konnte ich nicht nein sagen. Die Mädels am Stand waren auch unendlich lieb und haben mir nachdem ich später festgestellt hatte, dass der Schuber an der Seite eingerissen war, einfach einen neuen gegeben. Dazu bekam ich alle Bücher (jedes einzelne im Schuber) signiert und ein Foto mit Andreas noch oben drauf.

Wir haben so viele tolle Stände (am ersten Tag vor allem in Halle 3) besucht: Den Carlsen Stand mit dem Harry Potter Treppenschrank. Den Arena Stand mit der mega coolen Awakening Wand (mein aktuelles CR). Den Bold Stand mit der tollen Selfie Wand. Und so viele mehr, wo ich wieder auf einige Bücher gestoßen bin, die auf der Wunschliste landen.

Die tolle Selfie Wand bei Bold

Bei Bold haben wir neben dem wunderschönen Notizbuch sogar die OMG Aisling Blogger-/Buchhändlerbox samt dem Buch erhalten. Mal sehen, wann ich dazu komme, aber lesen möchte ich es unbedingt.

Ein weiteres Highlight, zu dem ich verflixter Weise kein Bild habe, ist eine Begegnung mit einem echten Prinzen. Als wir nur mal kurz hoch in Halle 3.1 vorbeischauen wollten, lief da so eine kleine Gruppe an uns vorbei und dann sah mich plötzlich Kronprinz Haakon von Norwegen an. Norwegen war ja schließlich Partnerland, der diesjährigen Messe. Die meisten werden jetzt denken, ach nichts besonderes. Aber seid ihr schon mal weniger als einen Meter an einem echten Prinzen vorbei gekommen? Es war schon irgendwie besonders. Auch wenn ich den anderen beiden erstmal erklären musste, wer das war.

Danach haben Bekks und ich noch einen Abstecher in die internationalen Hallen gewagt und dort vor allem zu den britischen und amerikanischen Verlagen. Hier gab es aus der Ferne ein paar schöne Sachen zu sehen. Leider aber sind die Verlage hier nur auf Businessmeetings ausgerichtet und so durfte man die Stände bis meist Sonntag nicht einmal betreten. Was wirklich mehr als schade und auch irgendwie unverständlich ist. Hier greife ich mal ein wenig vor und sage euch auch gleich, dass sehr viele der Stände am Samstag bereits eingepackt haben und auch nicht verkauften. Für Pressevertreter, als die man auch als Blogger gilt, und normale Besucher echt schade. Als ob deutsche Besucher keine englischen Bücher haben wollen. Stattdessen bezahlen die Verlage lieber nochmal die extrem teuren Porto und Shipping Costs um alles wieder mitzunehmen.

Wie ihr merkt, waren wir am ersten Tag hauptsächlich in Halle 3 und 3.1 unterwegs wo die deutschen Kinder- und Jugendbücher sowie die großen deutschen Verlage zu finden sind. Gerade deswegen drängte sich eigentlich fast alles in den Folgetagen nur hier. Vielleicht wäre es ratsam, das beim nächsten Mal mehr zu verteilen, so wie in Leipzig.

Am zweiten Messetag, Donnerstag, ging der Tag gleich mit einem weiteren Buchkauf für mich los. Und das nicht mal auf dem Messegelände. Beim Hugendubel im Hauptbahnhof mussten die beiden englischen Bücher mit. Bei einem Preis von 4€ je Buch konnte ich nicht nein sagen, und bei Weihnachtsbüchern sowieso nicht.

Neben Büchern gibt es natürlich auch noch weiteres auf der Messe zu entdecken.

Autorin Emily Crown

Zum Beispiel jede Menge Spiele. Das Spiel Monsterjäger kenne ich noch aus meiner Kindheit und wird in den nächsten Tagen noch gekauft. Darüber hinaus etliche Stände mit wunderschönen Kalendern, Papeterie und allem was schön ist. Zum Beispiel beim Coppenrath Verlag, der übrigens auch die momentan angesagten Jane Austen Ausgaben raus bringt.

Zwischendurch waren wir beim Kindle Storyteller Award, wo unter anderem Anne Freytag, Adriana Popescu und Moderatorin Ruth Moschner in der Jury und vor Ort waren. Gewonnen haben hier ein wirklich süßes und wichtiges Kinderbuch „Das große Regenbogen Märchenbuch“ von Jule Markwald (im Storyteller X Award) und der Psychothriller „Böse bist du“ von Jutta Maria Herrmann.

Ein weiteres Highlight am Donnerstag, war mein Treffen mit Autorin Emily Crown.

Nachdem ich Emily bereits vor 2 Jahren auf der Leipziger Buchmesse das erste Mal persönlich getroffen habe, verfolge ich alles was sie macht und freue mich jedes Mal immens wenn wir uns sehen. An dieser Stelle fette Werbung: Lest ihre Bücher! Sowohl die im SP erschienene Reihe Kontaminiert als auch die Songs Of Our Past Reihe, die bei Piper Digital erscheint sind absolut lesenswert. Songs Of Our Past ist auch eines meiner Jahreshighlights 2019. Die Rezension kommt auch in den nächsten Tagen, fehlt nur noch ein schönes Foto.

Zum Abschluss ging es dann noch zum Bloggertreffen vom Oetinger Verlag, wo vor allem die Nummer 1 Neuerscheinungen fürs nächste Jahr vorgestellt wurden. Am Rand mal eine kleine Auswahl. Ich sage nur „Panem“! Besonders spannend klang neben Panem auch „The Grace Year“ von Kim Liggett, das im Februar 2020 erscheint.

Am Freitag stand dann ein wenig mehr auf dem

Lea von @liberiarium

Programm. Es ging zum Beispiel zur Verleihung des Buchblog Awards 2019. Bei der Verleihung haben wir auch einiges gelernt, worauf die Jury so geachtet hat (siehe Bild links). Direkt danach ging es weiter mit der Verleihung des Deutschen Selfpublishing Preises, moderiert von Lea von @liberiarium. Lea war eine der ersten denen ich bei Bookstagram gefolgt bin und deren Blog ich mit als erstes gelesen habe. Deshalb allein schon war es etwas besonderes sie mal live in Action zu erleben.  Und kurz darauf haben wir sie auf der Messe noch getroffen. Und ich kann euch sagen, sie ist so eine liebe Person. Es war toll!

 

Aber dann kam noch mein persönliches Highlight der ganzen Messe:

Elizabeth Sagan & James Trevino

nachdem wir wusste, dass die beiden kommen, haben Bekks und ich James Trevino und Elizabeth Sagan ein wenig auf Instagram gestalked und gehofft sie zu finden. Und dann war es auch so weit. Tja und dann, haben wir sie durch die halbe Halle verfolgt, weil wir (bzw. vor allem ich) uns nicht getraut haben sie anzusprechen. Hat dann aber dank meiner Mädels noch geklappt. Wow, trotz des schon irgendwie Berühmtheitsstatus auf Bookstagram, sind die beiden ja mal sowas von herzallerliebst, sympathisch und null abgehoben. Wir haben uns ein wenig unterhalten und man merkte, dass beide auch ziemlich geflashed und nervös waren. Aber einfach so nett und hach… ich schwärme immer noch. Danach war ich so überfordert mit meinen Gefühlen, dass ich fast geheult hätte…

Vor dem Samstag hat es mir schon vorher sehr gegrault. Von den letzten Jahren wusste ich ja, wie voll es immer an den Wochenenden wird. Aber ich hatte das Gefühl, dieses Jahr war nochmal eine Ladung mehr Menschen da. Bereits kurz nach Öffnung, konnte man kaum noch normal laufen und besonders Halle 3 wurde für mich persönlich zum absoluten Graus. Aufgrund der Massen, hat dann noch mein Internet vor allem in und um Halle 3 den Geist aufgegeben. Grund genug, die meiste Zeit eher in den anderen Hallen oder draußen zu verbringen.

Bella von @bellas.tagtraeume

Viktoria von @libelle1981

Bereits recht früh sind wir dann auch zur Bühne los, wo James Trevino seine Keynote zum Thema Bookstagram halten sollte und haben uns Plätze in der zweiten Reihe gesichert. Dazu gab es noch kostenlose Gin Proben; bin auf den Geschmack gekommen. Und hier gab es auch noch ein weiteres Messehighlight:

Autorin G.S. Lima

Nachdem wir uns den Tag zuvor immer wieder verpasst haben, kam die zauberhafte Gaby (G.S. Lima) extra zur Bühne, damit wir uns treffen konnten. Wenn ihr mir schon ein wenig folgt, wisst ihr, wie sehr ich ihr Buch „Writers in New York“ und sie vergöttere. Immer noch mein Highlight Buch ever. An dieser Stelle also nochmal tausend dank Gaby, dass wir uns hier nochmal treffen konnten.

Nach der wirklich guten Keynote von James, musste ich schweren Herzens aufbrechen um meinen Zug noch zu erwischen. Und hier ging nochmal so richtig der Spaß los…

Eine Minute bevor der Zug fahren sollte, wurde unverständlich was durch die Lautsprecher angezeigt und ich Blindfisch konnte trotz Brille die Mini Anzeigeschrift nicht lesen. Plötzlich rannten alle Menschen auf dem Gleis los und jemand rief: Der Zug fährt von einem anderen Gleis.

Ihr könnt euch meine Begeisterung vorstellen. Also rannte ich wie eine Irre mit meinem Koffer, Rucksack und zwei vollen Beuteln über den Bahnhof. Im schon völlig überfüllten Zug angekommen, dachte ich echt die Bahn möchte mich verarschen. Anscheinend war mindestens ein Zug ausgefallen, sodass der Zug mindestens doppelt so voll war wie er sein sollte. Ich hatte eine Sitzplatzreservierung für den Wagon, den es nicht mal gab. Es gab weder ein Vor noch Zurück und ich dachte schon die vier Stunden Rückfahrt stehen zu müssen, als durchgesagt wurde, dass die Fahrgäste sich auf alle Wagons aufteilen sollen und wir doch bitte in die erste Klasse gehen sollten. Kurzer Hoffnungsschimmer.

Während ich dann also wieder über den Bahnsteig hetzte und mit den ganzen Sachen nicht klar kam. Kam mir ein Engel zu Hilfe, der sich kurz danach als Booktuberin Lena von @expectobooktronum rausstellte. Im Endeffekt hatten wir auch in der ersten Klasse keinen Sitzplatz und mussten vorm Klo auf dem Boden hocken. Nicht sehr angenehm. Aber durch meine tolle Begleitung hat mich das alles nicht mal gestört und die Fahrt wurde ebenfalls zu einem meiner Messehighlights. Danke nochmal an dich Lena, dass wir unsere Lebensgeschichten austauschen konnten 😉

 

Nochmal einen riesen großen Dank

Und zwar vor allem an meine Mädels Bekks und Rachael. Ihr habt diese Messe zu etwas ganz besonderem gemacht. Nachdem ich bereits mehrmals auf den Messen in Leipzig und Frankfurt war, kann ich sagen, dass die FBM19 die beste war.

Daneben hat es so viel Spaß gemacht Leute wiederzutreffen, die man halt nur einmal im Jahr sieht und natürlich die Menschen, die man bisher nur über Insta & Co. kennt. Ein großer Dank geht auch an die Verlage, die sich wie jedes Jahr so viel Mühe mit den Ständen geben. Besonders toll fand ich die vielen Selfiewänden für uns Blogger.

Hier nochmal die ganzen lieben tollen Menschen, die diese Messe so wunderbar gemacht haben:

@j.r.books

@buchauf.weltaus

@elizabeth_sagan

@james_trevino

@liberiarium 

@g.s.lima_author

@emilycrown_e.r.swan

@bellas.tagtraeume

@libelle1981

@expectobooktronum

Ich freu mich auf die nächsten Messe und darauf noch mehr von euch zu treffen!

2 thoughts on “Was eine Messe…

  1. Wirklich wunderschöner Post! Es fühlt sich schon fast so an, als wäre ich dabei gewesen – auch wenn das nicht der Fall war.

    Ich hoffe wirklich, dass ich es nächstes Jahr schaffe! Vielleicht sehen wir uns dann ja sogar vor Ort 😉

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