Die Loveletter Convention 2019

llcheart

Dieses Wochenende ging es für mich und meine Mädels zum ersten Mal auf die Loveletter Convention hier in Berlin. Es ist bereits die 8. Convention für Liebesromanlesern mit Workshops, Lesungen, Panels u.v.m.

 

Das Café Moskau

Nachdem die LLC bisher immer auf dem Gelände der GLS Sprachschule in Prenzlauer Berg stattfand, ist sie diesmal ins Café Moskau in Mitte umgezogen. Zuerst war ich ganz froh darüber, da erster Standort auch mein ehemaliger Ausbildungsbetrieb war und das für mich doch etwas komisch geworden wäre.

Das ehemalige Nationalitätenrestaurant aus den 1960ern ist quadratisch-praktisch-gut, bietet viele Räume für die Workshops etc. und hat einen kleinen Rosengarten. Hier fielen mir leider zwei Dinge eher negativ auf: Es gab zwar genügend Räume, jedoch boten die für so manche Workshops nicht genügend Platz, so dass man teilweise auf dem Boden sitzen musste. Der Platz zwischen den Räumen ließ keinen Raum für Klaustrophobie, Gequetsche war hier schon etwas unangenehm. Insgesamt eine gute Location. Aber ich denke, dass der GLS Campus doch besser gewählt gewesen wäre. Bei GLS gibt es ausreichend Räume, wenn auch nicht so viele große. Das beste wäre tatsächlich aber die Rasenflächen im Hof, die ich sehnlichst beim Caée Moskau vermisst habe. Dazu der Standort: Um das Café Moaskau gibt es eigentlich keine günstigen Essenslocations, nicht mal einen Bäcker. Da ist man im Prenzlauer Berg doch besser gelegen. Wäre ja vielleicht eine Überlegung wert für das nächste Jahr.

Inhalt der Convention Tasche

 

Das Programm

Hier fang ich am besten Mal mit meiner Meinung an, für den Fall, dass einige dann nicht mehr weiterlesen wollen. Wer vielleicht ein bisschen meinen Buchgeschmack verfolgt, hätte es sich im Hinblick aufs Programm wahrscheinlich schon denken können, denn aktuell ist das Romance Genre im New Adult Bereich gar nicht meins. An dieser Stelle muss ich auch definitiv gestehen, dass wenn das Programm nicht erst ca. 1 Woche vor Veranstaltung veröffentlicht worden wäre, hätte ich mich auch dagegen entschieden. Nachdem vor ein paar Tagen dann noch die Liste für die Signierstunde rauskam, wusste ich dass nicht so meine Bücher sind. Für das nächste Jahr weiß ich jetzt schon, dass ich solange mit dem Ticketkauf warte, bis das Programm raus ist.

Auf die Bücher werde ich später nochmal zurückkommen.

Hier findet ihr das vollständige Programm der LLC19.

Das waren die Termine, bei denen ich teilgenommen habe:

 

  • Workshop – Traumberuf: Übersetzer*in
  • Workshop – Traumberuf: Author Relations Manager*in
  • Panel – Romance Trends USA mit Lara Adrian, Helena Hunting, Cathy Maxwell und Kimberly Brower
  • Round Table – Verlagsrunde für Blogger mit BoD, Bastei Lübbe, Oetinger, beEbooks
  • Workshop – Traumberuf: Literaturagent*in
  • Workshop – Autoren- und Lektorenalltag mit Mona Kasten und ihrer Lektorin bei LYX Stephanie Bubley
  • Round Table – Social Media – Kommunikation zwischen Autor und Leser mit Laura Kneidl, Ellen McCoy, Michelle Schrenk und Julia K. Stein

 

Ihr seht schon an meinen Terminen, dass ich bei keiner Lesung oder Q&A war. Wenn ich kein Buch der Autoren gelesen habe, weiß ich auch nicht, was ich sie fragen soll.

Meine Meinung zum Programm ist zweigeteilt. Den ersten Workshop mit Jeannette Bauroth, die auch ihren eigenen Blog führt (Read&Eat), fand ich wirklich klasse. Aber vor allem hat es mich zum Nachdenken gebracht. Jeannette hat zum Beispiel erwähnt, dass Verlage den Übersetzern bestimmte Vorgaben machen, u.a. bitte nicht so heiß. Das heißt Szenen werden schon so weit umgeschrieben aus dem Original, dass sich der Text dem Geschmack der deutschen Leser anpasst. Zum Beispiel mag man es in Liebesromanen in Deutschland gern lieber emotional. Die originalen amerikanischen Texte sind meist sehr deskriptiv – vor allem bei Sexszenen.

Als weiteres Beispiel, erzählte sie, wenn Bücher vom Setzen zurückkommen schon mal die Anweisung kommt „Hier muss ein Satz/eine Zeile weg oder dazu“, damit alles schön auf eine Seite passt. Das bedeutet, dass Sätze umgeschrieben werden, nur damit alles passt. Das hat mich tatsächlich ein wenig schockiert, dass die Bücher nicht wirklich im originalen Text an uns gegeben wird. Mein persönliches Fazit daraus: Ich werde versuchen, Bücher im Original zu lesen.

 

Das ist mir tatsächlich am meisten im Kopf geblieben. Die restlichen Workshops haben mich nicht wirklich abholen können. So richtig neue Infos, speziell bei den Traumberufworkshops gab es für mich nicht und bei so manchen merkte man, dass sie das nicht so häufig machen und konnten ihren Arbeitsalltag auch nicht so spannend darstellen. Den Panel zu den amerikanischen Romance Trends fand ich wirklich witzig.

Panel Romance Trends USA

Die Autorinnen waren alle so unglaublich sympathisch, auch Kimberly Brower, die Literaturagentin u.a. von Helena Hunting. Die Autorinnen sind im Übrigen überzeugt, dass Paranormal Romance wieder ein großes Comeback feiern wird (Twilight und Co Ahoi). Nur vielleicht mit neuen Wesen – z.B. Geistern und Co. Für meinen Geschmack sehr spannend! Darüber würde ich mich freuen, da ich ein großer Urban Fantasy Fan bin.

 

Ein jehes Ende…

Leider musste ich bereits vor dem Mittag den zweiten Tag frühzeitig abbrechen und wurde von meinem Freund abgeholt. Mein Körper verträgt die Hitze leider überhaupt nicht gut. Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme machen eine Messe nicht angenehm. Dementsprechend bin ich auch nicht mehr zur Signierstunde der ganzen Autoren gegangen. Hier bekommt ihr signierte Exemplare umsonst, solange der Vorrat reicht. Organisiert war es so: Es gibt 3 Reihen und ihr bekommt 3 Tickets für je 3 Autoren pro Reihe. Danach müsst ihr euch wieder von vorne anstellen. Obwohl es leider gar nicht meinen Geschmack trifft, hatte ich überlegt mich für Exemplare, die ich verlosen könnte, anzustellen. Aber auch wenn mein Körper nicht rumgestresst hätte, hätte ich es nicht gemacht. Ich würde mich nicht wohl genug fühlen, euch Bücher zu verlosen, die ich selbst nicht mal lesen würde. Darüber kann jetzt jeder denken was er mag.

 

Insgesamt…

… muss ich sagen, dass es ein tolles Event war, um meine Mädels wieder zu sehen und mal ein bisschen näher an Autoren zu kommen. Vom Programm und den Büchern an sich, werde ich es im Hinblick aufs nächste Jahr anders machen und solange mit dem Ticketkauf warten, bis das Programm veröffentlicht wird und ich weiß, ob auch Autoren dabei sind, die ich unbedingt mal treffen möchte. Ich denke, hier steckt eine ganze Menge Potenzial in der Loveletter, da man den Autoren und auch den Verlagsvertretern viel näher kommen kann als zum Beispiel auf der Leipziger oder Frankfurter Buchmesse. Vielleicht hat ja auch mal jemand Lust so eine Art Konferenz für andere Genre zu veranstalten. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einer Messe ausschließlich für High oder Urban Fantasy? ich würde gerne hingehen.

 

Mit diesen Mädels habe ich übrigens die LLC19 unsicher gemacht:

Rachael – https://www.instagram.com/buchauf.weltaus/

Denise – https://www.instagram.com/lovelines_of_my_life/ – hier folgt bald der Blog

Bekks – https://booksreadbyjrbooks.blogspot.com/?m=1

Saskia – https://saskias-buecherpalast.blogspot.com/?m=1

Juliane – https://buch-reise.blogspot.com/

3 thoughts on “Die Loveletter Convention 2019

  1. Es waren zwei tolle Tage und es war schön Dich mal wieder zu sehen. Ein gutes Fazit von der LLC von Dir. Und bei einer Convention zu Fantasie wäre ich sofort dabei.

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