Rezension: A Promised Land

Titel: A Promised Land (Deutsch: Ein verheißenes Land)
Autor: Barack Obama
Verlag: Penguin Books
Erschienen: 11/2020
Sprache: Englisch

 

Darum geht’s:

In A Promised Land gibt der ehemalige US Präsident Barack Obama Einblicke in seinen politischen Werdegang, seine Kindheit und vor allem seine Präsidentschaft. Als Part 1 konzentriert sich Obama in dem Buch auf seine erste Amtszeit.

 

Meine Meinung:

Auch wenn das Buch mit knapp 700 Seiten im Original und ca. 1000 Seiten einige Zeit zum Lesen in Anspruch nehmen kann, sollte man sich davon in keinem Fall abschrecken lassen. Durch meinen Buddyread mit @zeilenfluch habe ich ein paar Wochen daran gelesen. Alleine, hätte ich vermutlich doch länger gebraucht. Aber jede einzelne Seite lohnt sich.

Ich habe den Eindruck durch das Buch mehr über die internationalen politischen Beziehungen erfahren und verstanden zu haben, als in meinem Politikwissenschaftsunterricht. Obama schafft es Treffen mit anderen Politikern, egal ob Despot, Präsidenten oder unserer Bundeskanzlerin, sowohl verständlich als auch spannend wiederzugeben. Man erfährt viel über die unterschiedlichen Persönlichkeiten und wie der ehemalige Präsident versucht hat mit ihnen umzugehen.

Besonders interessant fand ich, wie sehr die internationale Gemeinschaft doch durch die landeseigenen Interessen der verschiedenen Länder geprägt wird.

Obwohl ich mich mit unter durch mein Studium (American Studies) schon eher auskenne mit dem Wahlsystem in den USA, ist es doch krass zu lesen, wie heftig die Aktionen bereits vor dem eigentlichen Wahlkampf zwischen den Republikanern und Demokraten aussehen. Bereits vor den eigentlichen Wahlen liefern sich die eventuellen Kandidaten einen regelrechten Kampf.

Sowohl während des Wahlkampfes als auch seiner Amtszeit versuchte Obama immer sich nicht auf das Niveau der Republikaner bringen zu lassen. Es war heftig zu lesen, wie sehr jede Aktion von Obama von den Republikanern torpediert wurde, egal ob es sich nun um eine gute oder schlechte Sache handelt. Hier zeigt sich deutlich wie stark und tief der Graben zwischen den beiden Parteien in den USA mittlerweile ist.

Ein paar Dinge sind einem ja schon im Gedächtnis geblieben, aber ich fand es extrem bemerkenswert und erstaunlich, welchen Herausforderungen Obama schon ab dem 1. Tag seiner Präsidentschaft gegenüberstand. Von den Kriegen in Afghanistan und Irak, der Weltwirtschaftskrise, bevorstehenden Kriegen und vieles mehr.

Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, möchte ich einmal auf die Sprache zu sprechen kommen. Trotz meines doch sehr guten Englischniveaus habe ich zwar alles inhaltlich verstanden, aber viele (vor allem) politischen Begriffe musste ich dann doch nachschlagen. Deshalb werde ich mir das Buch vermutlich nochmal auf Deutsch als Hörbuch anhören.

Auch wenn viele bemängeln, dass es nicht die super privaten Einblicke gibt, finde ich das Verhältnis von Professionalität seines Berufs und Geschichten aus dem Alltag ausreichend und sehr gelungen.

Ich bin jetzt schon richtig gespannt, auf den zweiten Part und damit auf die Ereignisse seiner zweiten Amtszeit. Für mich ist A Promised Land die spannendste Biografie, die ich bisher gelesen habe.

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