Rezension: Ein Wunsch in den Wellen

Titel: Ein Wunsch in den Wellen (Stonebridge Island Reihe Band 1)
Autorin: Ella Thompson
Verlag: Heyne
Erschienen: 05/2021
*Rezensionsexemplar

Darum geht’s:

„Abigail Cooper verabscheut Cameron Montgomery vom ersten Augenblick an, als er das Gestüt ihrer Familie betritt. Der reiche Erbe einer Hoteldynastie soll in den Silver Brook Stables auf Stonebridge Island Sozialstunden ableisten. Abigail, die zusammen mit ihren beiden Schwestern das Gestüt leitet und sich als Therapeutin für traumatisierte Kinder engagiert, hat weder Zeit noch Lust, sich um den neuen Mitarbeiter zu kümmern. Doch zu ihrer Überraschung ist Cameron nicht nur entsetzlich attraktiv, sondern auch noch ungemein charmant. Wenn da nur die Vorgeschichte nicht wäre, die ihn auf das Gestüt geführt hat …“

 

Meine Meinung:

Was mich zuerst bei diesem Buch angesprochen hat, war auf jeden Fall das Cover. In meiner Vorstellung spiegelte es einen richtig schönen entspannten Sommerroman wieder. Bis ich schnell beim Lesen feststellen musste, dass die Geschichte hauptsächlich im März spielt, aber gut und hat mich am Ende auch nicht gestört.

Was mir von Beginn an auffiel, waren die sehr starken Chesapeake Shores Vibes. Wer die Serie ebenfalls kennt, wird es auch sofort merken. Allein der Name der Protagonistin Abby. Dadurch habe ich ein bisschen auch auf dieses wohlige Gefühl gewartet, was mir die Serie bereitet. Insgesamt konnte mir die Geschichte das leider nicht so bieten.

Der Funke ist bei mir nicht sofort übergesprungen. Abby fand ich fast durchweg sehr stur und festgefahren in ihren Ansichten und Vorurteilen und das eigentlich auch noch bis zum Ende hin, sodass hier nicht unbedingt eine Entwicklung stattfand. Bereits nach einem Argument oder einer Idee, die ihr gezeigt wurde, hat sie gleich doch komplett ihre Meinung geändert. Für mich leider etwas unrealistisch. Da hat bei Abby für mich leider nicht alles zusammengepasst.

Cameron fand ich grundsätzlich toll. Er hat auch eine gute und nachvollziehbare Entwicklung durchgemacht im Laufe der Seiten. Aber insgesamt empfand ich ihn irgendwie zu einseitig. Hier hätte ich mir noch mehr Tiefe gewünscht.

Während sich die Protagonisten am Anfang erst einmal nicht wirklich ausstehen können, geht es bei den beiden dann aber plötzlich ganz schnell mit der Annäherung. Davon war ich etwas irritiert, da es sich nicht so wirklich angebahnt hatte und dann mit einem Knall da war.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist klar und angenehm. Die Kapitel waren mir oft nur ein wenig zu lang. Insgesamt ist „Ein Wunsch in den Wellen“ ein guter Roman für zwischendurch. Für mich waren die Ereignisse, besonders die dramatischen und auch Cameron als Protagonist etwas zu glatt.

Am Ende blieben auch noch einige Dinge offen bzw. ungeklärt, sodass man für die Aufklärung weiterlesen sollte. Grundsätzlich nicht verkehrt, aber ich hätte mir einen bisschen abgeschlosseneren ersten Band gewünscht, sodass es dann nicht scheinbar um ein und denselben Vorfall in den Fortsetzungen ginge. Die Folgebände werden sich auf die Sicht von Abby’s Schwestern fokussieren und vermutlich in der Handlung nach dem ersten ansetzen. Ich werde mir noch überlegen, ob ich weiterlesen „muss“.

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