Rezension: Southern Gothic

Titel: Southern Gothic – Das Grauen wohnt nebenan
Autor: Grady Hendrix
Verlag: Heyne
Erschienen: 05/2021
*Rezensionsexemplar

 

Darum geht’s:

„Patricia Campbell ist unzufrieden. Ihr Mann ist ein Workaholic, ihre beiden süßen Kinder sind zu launischen Teenagern mutiert, und ihre pflegebedürftige Schwiegermutter braucht ständig Aufmerksamkeit. Ihr einziger Lichtblick ist der Buchclub, den sie mit ihren engsten Freundinnen gegründet hat: Hier kann sie ihre Leidenschaft für True Crime und Serienkiller voll und ganz ausleben.

Eines Abends wird Patricia von ihrer dementen Nachbarin attackiert, und kurz darauf tritt deren Neffe, James Harris, in Patricias Leben. Der vielgereiste, belesene und unverschämt gutaussehende James weckt Gefühle in Patricia, die sie schon seit Jahren nicht mehr gespürt hat. Doch als im weniger wohlhabenden Viertel der Stadt immer mehr Kinder verschwinden, befürchtet Patricia, dass James mehr Ted Bundy als Brad Pitt ist. In Wahrheit ist James jedoch eine ganz andere Sorte Monster – und Patricia hat ihn schon längst in ihr Heim gelassen …“

 

Meine Meinung:

Dank Instagram bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Das Cover find ich mehr als gelungen und deutlich besser als das Original Cover. Und es geht um Vampire? Na da bin ich ja immer sofort dabei. Ich habe schon sehr lange keinen Thriller mehr gelesen, aber da musste ich es doch noch einmal versuchen.

Der Schreibstil ist von Anfang an etwas speziell und teils gewöhnungsbedürftig. Gleichzeitig ist es dadurch aber auch mal etwas anderes und machte das Buch zu Beginn sehr spannend für mich.

Nachdem jedoch die ersten explizit beschriebenen Szenen kamen, hat mich das Buch irgendwie verloren. Oder ich das Buch. Die Beschreibungen ließen mich oft eher durch die Szenen quälen und ich habe mich viel geekelt. Vermutlich doch auch oft der Sinn von dem Genre; also wer das mag, ist hier definitiv richtig. Für mich persönlich war das irgendwann dann doch zu viel. Nach dem Austausch mit meiner Buddyread Partnerin hatte ich oft Albträume.

Insgesamt fühlte sich die Story irgendwann nur noch ungerecht an. Patricia und ihr Buchclub haben eigentlich nie wirklich auch nur den Anschein davon im Vorteil zu sein. Für mich braucht es sowas aber zwischendurch, damit ich wenigstens ein bisschen Hoffnung entwickeln kann und nicht die Lust daran verliere. Hier merkt man bei jedem Versuch der Protagonistin sofort, dass das nicht klappen wird.

Achtung, kleiner Spoiler:

Ganz schrecklich fand ich auch die Art und Weise, wie Carter mit seiner Frau umgeht und sie durch das Buch hindurch niedermacht. Und er ist nicht der einzige. Alle Ehemänner fahren den Frauen durchweg über den Mund. Das nervte irgendwann sehr, denn da hätte ich mir von einer weiblichen Protagonistin mehr Gegenwind erwünscht.

 

Insgesamt zwar ein spannendes Buch, für mich persönlich nur leider nix. Auf einige Szenen hätte ich verzichten können. Der Schreibstil bietet jedoch Abwechslung und die Grundidee der Story fand ich klasse. Aber mein Ausflug ins Thriller Genre ist damit erst einmal wieder beendet.

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