Rezension: Jäger der Schatten

Titel: Jäger der Schatten
Autorin: Rebecca Andel
Verlag: Piper Digital
Erschienen: 01.04.2021
*Rezensionsexemplar

Darum geht’s:

„Schattenmädchen. Dämonin. Scheusal … Louise hat viele Namen. Eingesperrt in einen Käfig wird sie im Zirkus Ora als Monster ausgestellt. Ihr einziger Lichtblick ist Eli, der Trapeztänzer, der ihr mit seinem Windtanz das Herz gestohlen hat. Doch eines Nachts wird Eli von Unbekannten entführt, und als er Tage später zurückkehrt, ist er wie ausgewechselt, streitsüchtig und bösartig. Als Louise nach Antworten sucht, stößt sie auf eine uralte Legende, die nur im Flüsterton erzählt wird. Eine Legende über Wesen, die in den Schatten wohnen und sich an der Menschheit rächen wollen: die Achai…“

 

Meine Meinung:

Auf das erste Buch, das ich während meiner Bloggerpatenschaft für Piper Digital lesen durfte, habe ich mich wirklich gefreut. „Düster-romantische Fantasy in einer viktorianischen Welt“ hatte mich sofort neugierig gemacht.

In „Jäger der Schatten“ werden wir tatsächlich in eine leicht viktorianisch angehauchte Welt entführt. Anders als ich es irgendwie erwartet hatte, jedoch nicht in unsere, sondern in die Welt namens Ankor-Drak und den anderen Reichen rundherum. Davon war ich zu Beginn zwar etwas enttäuscht, aber man konnte sich diese eigene Welt dank der Beschreibungen der Autorin sehr gut vorstellen. Sehr viel bekommt man außerhalb des Zirkus erst im Laufe der Geschichte mit.

Der Einstieg ist mir sehr gut gelungen und die Protagonistin und deren Besonderheiten fand ich am Anfang sehr spannend. Man möchte unbedingt erfahren, was es mit Louise und ihrer besonderen Erscheinung auf sich hat. Das hat es am Anfang des Buches recht spannend gemacht.

Das Setting rund um den Zirkus und die „Streifzüge“ der Artisten fand ich aufregend. Für meinen Geschmack hätte sich die Geschichte auch nur darum drehen können. Leider verlassen wir geschichtlich jedoch recht schnell den Zirkus. Das finde ich schade.

Nach kurzer Zeit wirkte Louise, die Protagonistin vor allem in Dialogen teilweise extrem kindlich. Ständig unterbrach sie sich entweder selbst oder alle anderen. Das nervte mich mit jeder Seite zunehmender und hielt sich leider bis zum Ende. Auch die Entscheidungen von Louise wurden im Verlauf der Geschichte für mich leider immer weniger nachvollziehbar.

Die anderen Charaktere aus dem Zirkus erinnerten mich stark an „The Greatest Showman“, was ich persönlich klasse fand. Aber bis auf Maku, erfährt man eigentlich kaum etwas über sie und sie geraten schnell komplett in den Hintergrund.

Den Schreibstil empfand ich als angenehm und leicht. Nur einige Wiederholungen von Gesagtem und Gedanken hätte man sich an manchen Stellen für meinen Geschmack etwas sparen können, behindert aber auch nicht den Lesefluss.

Insgesamt wurden mir in dem Buch etwas zu viele Aspekte und Ideen in einer Geschichte untergebracht. Wie bereits erwähnt, hätte mir das Zirkus Setting und die Streifzüge sowie die Besonderheiten der Prota deutlich ausgereicht. So hatte ich das Gefühl, dass immer nochmal etwas neues untergebracht werden musste und mir manche Aspekte dadurch zu oberflächlich behandelt wurden. Vielleicht hätte sich die Geschichte als Reihe besser geeignet, wo es im ersten Band hauptsächlich um den Zirkus und Louise’s Beziehung zu den anderen Charakteren und in den folgenden, die Entwicklung rund um die Achai geht.

 

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