Rezension: Mit anderen Worten: ich

Titel: Mit anderen Worten: ich
Autorin: Tamara Ireland Stone
Verlag: Magellan
Erschienen: 06/2020
*Rezensionsexemplar

Darum geht’s:

„Worte sind nicht Samanthas Freunde. Im Gegenteil: In endlosen Gedankenschleifen verfolgen sie Sam und hindern sie daran, ein normales, unbeschwertes Leben zu führen. Aus Angst, als verrückt abgestempelt zu werden, verheimlicht Sam ihren täglichen Kampf sogar vor ihren Freundinnen.
Nur die unkonventionelle Caroline sieht hinter Sams Fassade und lädt sie ein, sich einem geheimen Dichterklub anzuschließen. Hier erlebt Sam zum ersten Mal die befreiende Kraft von Worten und kommt sich seit langer Zeit selbst wieder nahe. Als sie sich in den klugen, zurückhaltenden AJ verliebt und gerade beginnt, vorsichtig auf ihr neues Glück zu vertrauen, stellt eine unerwartete Entdeckung alles infrage.“

 

Meine Meinung:

Die Geschichte rund um Samantha beginnt bereits super interessant. Man lernt eben nicht nur Sam kennen, sondern erlebt auch direkt die Auswüchse ihrer Zwangsstörung mit, was ich sowohl spannend als auch aufwühlend fand.

Im Laufe des Buches gibt es auch die klassischen Coming-Of-Age Elemente samt Freundinnendrama, die erste Liebe und das Erkennen des eigenen Selbst. Meiner Ansicht nach hat die Autorin hier aber besonders tolle Arbeit geleistet. Die bewusste aber behutsame Heranführung an die Thematik von Zwangsstörungen und wie in diesem Fall Sam damit umgeht, hat mir richtig gut gefallen. Man kann sich auch als nicht Patientin einer solchen Krankheit sehr gut in Sam und ihre Probleme damit hineinversetzen und mit ihr fühlen.

Man merkt, dass die Autorin sich wirklich intensiv mit dem Thema Zwangsstörungen auseinandergesetzt hat, was sie auch am Ende des Buches erklärt. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Jugendliche, die eine solche Erkrankung oder eine ähnliche mentale Verfassung haben, sich gut mit Sam identifizieren können und sich sehr gut abgeholt fühlen.

Die große Wendung hatte ich zwar irgendwie schon geahnt, fand sie und deren Umsetzung dann aber auch richtig klasse. Das hat nochmal ein besonderes Element in diese Geschichte gebracht. Mehr kann ich aber nicht dazu sagen, ohne zu spoilern. Einfach richtig gut.

Das Buch ist einfach wunderschön, voller Gefühl, echt, emotional, mitreißend und ein absoluter Gewinn für jedes Regal und für jeden Teenager.

Mit anderen Worten: ich ist für mich jetzt schon eins meiner Highlights für 2021. Einfach weil es ein Buch ist, dass mich seit Langem mal wieder richtig berührt hat.

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