Rezension: Mr. Parnassus‘ Heim für Magisch Begabte

Titel: Mr. Parnassus‘ Heim für Magisch Begabte
Autor: T. J. Klune
Verlag: Heyne
Erschienen: 04/2021
*Rezensionsexemplar

 

Darum geht’s:

„Linus Baker ist ein vorbildlicher Beamter. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Sonderabteilung des Jugendamtes, die für das Wohlergehen magisch begabter Kinder und Jugendlicher zuständig ist. Nie war er auch nur einen Tag krank, und das Regelwerk der Behörde ist seine Gute-Nacht-Lektüre. Linus‘ eintöniges Dasein ändert sich schlagartig, als er auf eine geheime Mission geschickt wird. Er soll das Waisenhaus eines gewissen Mr. Parnassus‘, das sich auf einer abgelegenen Insel befindet, genauer unter die Lupe nehmen. Kaum dort angekommen, stellt Linus fest, dass Mr. Parnassus‘ Schützlinge eher etwas speziell sind – einer von ihnen ist möglicherweise sogar der Sohn des Teufels! In diesem Heim kommt Linus mit seinem Regelwerk und seiner Vorliebe für Vorschriften nicht weit, das merkt er schnell. Eher widerwillig lässt er sich auf dieses magische Abenteuer ein, das ihn auf der Insel erwartet, und erfährt dabei die größte Überraschung seines Lebens…“ (RandomHouse)

 

Meine Meinung:

Der Einstieg fiel mir wider Erwartens etwas schwer. Zunächst erinnerte mich die Story sehr an den Film >>Die Insel der besonderen Kinder<<. Hier kenne ich nur den Film und kann die dazugehörigen Bücher nicht beurteilen. Die Welt in der Linus lebt ist nichts weiter als trostlos, beladen mit Vorurteilen und durchweg fiesen Menschen. Linus, der von Anfang an etwas trottelig wirkt, war für mich ebenfalls am Anfang kein Protagonist, den ich sofort ins Herz schließe.

Aber diese ganze Story hat sich für mich in eine Richtung entwickelt, die man zwar vielleicht etwas erahnen konnte aber die einfach großartig war mitzuerleben. Das nenne ich Charakterentwicklung. Linus ist mir im Laufe des Buches doch sehr ans Herz gewachsen. Vor ihm jedoch vor allem die Kinder. Die Kinder machen für mich den besonderen Reiz des Buches aus. Hier merkt man eben, dass wir nicht mit Vorurteilen auf die Welt kommen. Kinder glauben noch an das Gute, in jedem/r.

Ich könnte mir hier wirklich gut eine Fortsetzung vorstellen und werde jetzt einfach mal ganz dreist genau darauf hoffen, auch wenn das Buch nicht mit einem Cliffhanger endet. Aber schöne wäre es.

Der Schreibstil ist humorvoll (besonders zum Ende musste ich häufiger lachen), ironisch und herzerwärmend. Selbst zwischen den Zeilen scheinen sich oft noch tiefere Bedeutungen ausmachen zu lassen. Ich möchte definitiv noch mehr von T.J. Klune lesen.

Mr. Parnassus‘ Heim für Magisch Begabte ist eine emotionale Geschichte voller wahnsinnig spannender, lustiger und verschrobener Charaktere, bei der wir Linus begleiten auf seiner Reise zu einer unerwarteten Familie und sich selbst.

Ganz sicher hat „Mr. Parnassus‘ Heim für Magisch Begabte“ einen besonderen Platz in meinem Herzen verdient. Dieses Buch tut der Seele gut.

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